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        Wenn sie weitere fragen haben, schreiben sie uns Bitte an info@los.ch

        Was sind konversionsmassnahmen?

        Konversionsmassnahmen zielen darauf ab, die sexuelle Orientierung und/oder die Geschlechtsidentität einer Person zu verändern oder zu unterdrücken. Das bedeutet zum Beispiel, dass homosexuelle, lesbische oder bisexuelle Menschen „heterosexuell gemacht“ werden sollen. Oder dass trans Personen gezwungen werden, sich mit dem Geschlecht zu identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Man spricht dabei manchmal auch von „Konversionstherapien“, doch mit echten Therapien haben diese Massnahmen nichts zu tun. Sie wirken nicht und richten bei den Betroffenen grosses Leid an. Deshalb setzt sich die Koalition gegen Konversionsmassnahmen für ein Verbot dieser schädlichen Praktiken ein.

        Gibt es konversionsmassnahmen in der schweiz?

        In der Schweiz werden Konversionsmassnahmen häufig in Form von „Gruppentherapien“ durchgeführt, die von evangelikalen Organisationen angeboten werden. Teilweise bieten auch zertifizierte Therapeut*innen, Homöopath*innen oder Psychiater*innen solche Massnahmen an. Im Gegensatz zu echten Therapien, bei denen das Wohl der Person im Mittelpunkt steht und die ergebnisoffen sind, zielen Konversionsmassnahmen immer darauf ab, eine Person heterosexuell zu machen oder sie dazu zu zwingen, sich dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht anzupassen. Rund 9,5 % der sexuellen Minderheiten (zum Beispiel Lesben, Schwule und Bisexuelle) und 15,5 % der geschlechtlichen Minderheiten (zum Beispiel trans und nicht-binäre Personen) haben in der Schweiz Konversionsmassnahmen erlebt. Mindestens ein Drittel der Betroffenen kam bereits vor dem 18. Lebensjahr mit solchen Praktiken in Kontakt.

        Weshalb braucht es ein verbot?

        Konversionsmassnahmen verursachen viel Leid und funktionieren nicht, weshalb sie verboten werden müssen. In vielen europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich oder Österreich gibt es bereits ein Verbot. In der Folge verlegten mehrere Organisationen, die Konversionsmassnahmen durchführen, ihren Sitz in die Schweiz. Deshalb muss die Politik handeln, damit die Schweiz nicht zu einem Zufluchtsort für diese schädlichen Praktiken wird. Im nationalen Parlament ist derzeit eine Motion hängig, die ein Verbot fordert. In einigen Kantonen wurde ein solches Verbot bereits beschlossen oder ist bereits in Kraft. Siehe Gesetzliche Situation

        Ich suche Hilfe, weil ich selbst oder eine mir nahestehende Person Konversionsmaßnahmen erlebt habe

        Wenn du selbst oder eine dir nahestehende Person Konversionsmassnahmen erlebt hast und Hilfe suchst, kannst du dich an die LGBTIQ-Helpline wenden. Du kannst auch die queere christliche Organisation "Zwischenraum" kontaktieren. Falls du deine Erfahrung mit uns oder allenfalls auch mit der Öffentlichkeit teilen möchtest, kannst du uns schreiben unter info@los.ch.

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